Beratung und Ambulanz in den Grundschulen

Die Mira-Lobe-Schule bietet in 21 Grundschulen im östlichen Landkreis kostenlose, ambulante Sprachförderung an. Dieses Angebot der zusätzlichen Sprachförderung soll die betroffenen Kinder unterstützen, ihre kommunikativen Fähigkeiten zu entwickeln und es soll helfen, zusätzliche Probleme – vor allem beim Lesen und Schreiben lernen – zu vermeiden.

Wer nimmt an der ambulanten Sprachförderung teil?

An der ambulanten Sprachförderung nehmen vor allem Kinder der Vorklassen und der 1. und 2. Schuljahre teil, die im Laufe der vorschulischen Entwicklung oder im Anfangsunterricht Probleme in der Sprachentwicklung hatten oder haben. Solche Probleme zeigen sich z. B. durch Auffälligkeiten in den Bereichen Artikulation (Lautbildung), Wortschatz, Satzbau, Wortabruf und Merkfähigkeit, Mundmotorik, Erzählfähigkeit, Stimmklang, Sprechrhythmik und auditive Wahrnehmung.

Wie ist der Ablauf bis zum Beginn einer Sprachförderung?

Die Klassenlehrerinnen informieren die Schulleiterin und die Sprachheillehrerin, wenn sie den Eindruck haben, dass Schülerinnen und Schüler ihrer Klasse sich sprachlich noch nicht altersgemäß ausdrücken können.
Auch die Hinweise der Schulärztin auf Probleme in der Sprachentwicklung werden berücksichtigt.

Die Sprachheillehreinnen können jedoch nur tätig werden, wenn die Eltern mit einer genaueren Überprüfung der Sprache ihres Kindes einverstanden sind.
Die Spracheillehrerin diagnostiziert das Sprachverhalten des Kindes und empfiehlt zu ergreifende (Förder-) Maßnahmen.
Erscheint eine weiterführende medizinische, logopädische, oder ergotherapeutische Diagnostik oder Förderung notwendig, wird auch dies mit den Eltern besprochen.

Wie läuft die Sprachförderung ab?

Die Sprachförderung wird in Absprache mit der Schulleiterin, den Kolleginnen und mit Einverständnis der Eltern in der Regel vor, nach oder während des Klassenunterrichts durchgeführt.
Der zeitliche Umfang beträgt im Regelfall eine wöchentliche Fördereinheit von ca. 20- 30 Minuten. Dabei erfolgt die ambulante Sprachtherapie überwiegend in Kleingruppen oder in Einzelförderung. Dies ermöglicht eine individuelle Unterstützung und Begleitung der sprachlichen und persönlichen Entwicklung sowie die Berücksichtigung der Interessen des Kindes.
Über Spiel, Bewegung, Musik und durch verschiedenste Materialien unterstützt, können die Kinder hier ganz gezielt am sprachlichen Problem arbeiten.

Wichtig! – Die Mitarbeit der Eltern

Um die erarbeiteten Lerninhalte in die Spontansprache übernehmen zu können, müssen die Kinder sie immer wieder einüben.
Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern an mehreren Tagen in der Woche mit ihrem Kind die Übungen weiterführen. Das möglichst tägliche Üben ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Sprachtherapie.