Grundlage des Unterrichts und Ziele

Die Sprachheilschule ist eine Durchgangsschule, d.h. es ist unser Ziel, die Kinder so zu fördern, dass sie so bald wie möglich in die Grundschule oder weiterführende Schule an ihrem Wohnort wechseln können. Diese Umschulung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der aufnehmenden Schule und den Eltern.

Grundlage des Unterrichts sind die Rahmenpläne der Grund- und Hauptschule sowie die Richtlinien für den Unterricht an Sprachheilschulen. Die Förderung der Sprache ist durchgängiges Unterrichtsprinzip. Sprachförderung findet sowohl unterrichtsimmanent als auch unterrichtsbegleitend statt. In kleinen Klassen (Vorklassen bis 8, alle anderen Klassen bis 12 Schülerinnen und Schüler) können wir auf die besonderen Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler in hohem Maße eingehen.

Folgende Ziele streben wir an:

  • Vermittlung der Lerninhalte der Grundschule bzw. Hauptschule
  • gezielte Förderung der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche und Koordination der Wahrnehmungserfahrungen, um grundlegende Voraussetzungen für Spracherwerb und Lernen zu schaffen
  • Sichern, Ausbauen und Verfügbar machen des vorhandenen Wortschatzes
  • Erwerben einfacher Satzfügungsmuster und ihre Erweiterung bis hin zu komplexen SatzstrukturenErreichen der lautrichtigen Artikulation
  • eine sichere Dialog- und Kommunikationsfähigkeit

Die Ziele der beiden Vorklassen sind eng mit den Zielen der Grundstufe verbunden: Die vorhandenen Entwicklungsrückstände in den Bereichen Sprache, Wahrnehmung, Psychomotorik und Sozialverhalten sollen diagnostiziert und durch entsprechende Fördermaßnahmen abgebaut werden. Dieses Angebot richtet sich vorrangig an schul-pflichtige Kinder, bei denen neben den sprachlichen Problemen Entwicklungsverzögerungen bestehen und die deshalb in der Jahrgangstufe 1 noch nicht erfolgreich mitarbeiten können.

Wenn nicht alle Plätze für die schulpflichtigen Kinder benötigt werden, können auch nicht schulpflichtige Kinder ab dem 5. Lebensjahr in die Vorklasse aufgenommen werden.